Fragen an P.S.

Auf Lesungen werden mir oft diese Fragen gestellt:

Warum bist du Autorin geworden?

Ehrlich gesagt: Das war ja gar nicht geplant. Als Kind habe ich gerne gelesen, auch eigene „Bücher“ mit Hilfe von Tesafilm und Tacker gebunden, beschrieben und Bilder dazu gemalt. Auch Gedichte verfasst, die ich zum Glück nicht aufgehoben habe. Aber der Gedanke, Autorin zu werden, war viel zu weit weg. Die Geschichte für mein allererstes Manuskript habe ich geträumt. Es war so intensiv, dass mich die Handlung nicht mehr losgelassen hat. Ständig musste ich daran denken. Irgendwann habe ich mich dann an meinen Computer gesetzt und geschrieben. Danach waren siebzig Seiten zu Papier gebracht.

Woher kommen deine Ideen?

So genau kann ich das gar nicht beantworten. Es fließt einfach, sobald ich mich darauf einlasse. Manchmal ist es nur ein Flash, ein Gedankenblitz, der mich überkommt und den ich dann weiterspinne. Beim Fahrradfahren, beim Einkaufen, in einem Restaurant, in der U-Bahn, beim Spazierengehen mit meinen Hunden, aus einem Lied im Radio … oder eine Person, eine Geste, ein Gesichtsausdruck, ein Satz, der ausgesprochen wird. Da könnte ich jetzt ewig aufzählen. Und dann hat es mich schon gepackt. Das ist dann wie ein Sog, in den ich mich ziehen lasse. So entstehen Handlungen in meinem Kopf, die sich Stück für Stück formen und aufbauen. Eine Nuance kommt hinzu, noch eine und noch eine … Ein Hauch, eine Spur, ein Details, wie das Salz in der Suppe. Dann ist es schließlich eine Story. Rund und mit rotem Faden. Ab da beginnt dann die eigentliche Arbeit und ich fange mit der Recherche zu meinem Manuskript an. Übrigens: der Täter in meinen Thrillern zeigt sich in seiner ganzen Person und in seinem wahren Ich immer erst Stück für Stück. Typisch Täter eben.

Hast du das Schreiben gelernt?

Nicht in Abendkursen oder Workshops. Schreiben lernen bedeutet schreiben. Täglich. Je mehr, desto routinierter wird man dabei. Während meiner Schulzeit war ich da anderer Meinung. Ich hatte eine Deutschlehrerin, die mich immer aus der Reserve locken wollte, was ihr auch gelungen ist. Mit halbherzigen Texten gab sie sich nicht zufrieden. Damals hat sie mich fast zur Weißglut getrieben. Heute bin ich ihr dafür dankbar. Später gehörte das Verfassen von Texten zu meinem Beruf. Ich habe diesen Teil meiner Arbeit immer geliebt und auch sehr intensiv gelernt, Mitarbeiterschulungen gehalten und Workshops.

Das Schreiben hat sich mittlerweile bei mir natürlich verändert. Von der ersten Idee bis zur fertigen Story ist es ein echter Prozess, den man durchlebt. Absolut spannend. Und das Gefühl, wenn man den letzten Satz beendet und das fertige Buch dann in Händen hält, ist überwältigend.

Wie arbeitest du? Hast du feste Zeiten?

Ich schreibe (fast) täglich. In den „heißen Phasen“, wenn eine Idee die andere jagt, schreibe ich bei so ziemlich jeder Gelegenheit die sich mir bietet. Diese Zeit genieße ich. Wenn der Laptop gerade nicht griffbereit ist, kritzel ich in Notizbücher, auf Kassenzettel, Fahrscheine, Schmierpapier … alles, was ich gerade in die Finger bekomme. Mein Kopf ist dann halb in meiner Geschichte, halb in der Realität.

Liest du selbst gerne?

Ja. Ich liebe Bücher. Und ich lese auch gerne vor. Als Kind durfte ich einmal bei einem Vorlesewettbewerb teilnehmen. Ich habe mir eine aufregende Passage aus einem Krimi ausgesucht und so spannend wie möglich gelesen. Wirklich, ich gab mein Bestes. Für den Showdown reichte die Zeit allerdings nicht mehr. Die Jury hat also nie erfahren, wer der Täter war. Bestimmt war das der Grund, warum ich nicht gewonnen habe.   

Hältst du auch Lesungen in Schulen und/oder Buchhandlungen, Bibliotheken?

Ja, auch das sehr gerne. Mittlerweile halte ich auch Workshops “Kreatives Schreiben”. Anfragen dazu bitte direkt über mein Kontaktformular.